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Silber und Bronze "der Hammer" DSV-Adler springen in siebten WM-Himmel

Andreas Wellinger (l.) und Markus Eisenbichler sorgten für einen hervorragenden deutschen Auftakt bei den WM-Skisprungwettbewerben.

Andreas Wellinger (l.) und Markus Eisenbichler sorgten für einen hervorragenden deutschen Auftakt bei den WM-Skisprungwettbewerben.

(Foto: dpa)

Deutscher Skisprung-Coup bei der WM: Für das erhoffte Gold reicht es zwar nicht ganz. Von der Normalschanze springen in Lahti mit Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler aber gleich zwei Deutsche aufs WM-Podest. Minimal besser ist nur ein Österreicher.

Andreas Wellinger fiel Markus Eisenbichler mit einem Jubelschrei um den Hals, dann marschierte das deutsche Skisprung-Duo strahlend zur Siegerehrung: Mit Silber und Bronze haben die DSV-Adler in Lahti überraschend für das erste deutsche Doppelpodest bei einer WM seit 1999 gesorgt. Besser als die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster war einzig der neue Weltmeister Stefan Kraft aus Österreich.

Auf dem Podest strahlten die DSV-Adler pure Freude aus.

Auf dem Podest strahlten die DSV-Adler pure Freude aus.

(Foto: AP)

"Dass wir jetzt zu zweit zur Siegerehrung dürfen, ist einfach der Hammer. Ich habe versucht, mich auf meine Sachen zu konzentrieren. Das ist mir im zweiten Durchgang brutal gut gelungen", sagte Wellinger, der auf 96,5 und 100,0 Meter segelte. Schon nach dem ersten Durchgang hatte der Bayer vor 25.000 Zuschauern auf Rang zwei gelegen, zu Gold fehlten am Ende nicht einmal 120 Zentimeter.

Noch überraschender war aber Platz drei durch Markus Eisenbichler. Zwei Deutsche auf einem WM-Podium hatte es zuletzt vor 18 Jahren gegeben, als Martin Schmitt in Ramsau von der Großschanze Gold vor Sven Hannawald geholt hatte. "Das ist das zweite Podest in meinem Leben und dann bei einer WM - das ist schon ziemlich geil", sagte Eisenbichler.

Der 25-Jährige lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang sechs, legte dann mit 100,5 Meter aber den weitesten Sprung des Tages nach. "Ich habe einfach versucht, mein Zeug zu machen. Und jetzt versuche ich einfach, das Ganze zu genießen", sagte Eisenbichler. Richard Freitag rundete als Neunter das sehr gute deutsche Ergebnis ab, Stephan Leyhe belegte den 13. Platz.

"Das ist ein Riesenerfolg für uns, ich bin sehr dankbar. Das war ein super Wettkampf der Jungs", sagte Bundestrainer Schuster, dessen Mannschaft auch im Teamwettkampf am kommenden Samstag reif für den ganz großen Wurf ist.

Nicht zu schlagen war Kraft, der auf 99,5 und 98,0 Meter segelte. Der 23-Jährige ist der erste Weltmeister aus Österreich seit 2011. Damals hatte Thomas Morgenstern in Oslo vom kleinen Bakken gewonnen. Mit dem WM-Triumph bestätigte der Österreicher seine Dominanz in den vergangenen Wochen. Kraft hatte alleine im Februar drei Weltcup-Springen gewonnen - immer vor Wellinger.

Quelle: ntv.de, cwo/sid

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